Wer eine VPN China Reise plant, fragt zuerst, was überhaupt gesperrt ist. Die Antwort ist unbequem: viele der Dienste, die du jeden Tag nutzt. Dazu gehören unter anderem Google (Suche, Gmail, Maps, YouTube), WhatsApp, Facebook, Instagram, X und Telegram. Auch einige Nachrichtenseiten und Cloud-Dienste sind betroffen. Welche genau, ändert sich, und manche Dienste laufen mal besser, mal schlechter. Behandle jede Liste als Momentaufnahme.
Das Gegenstück läuft ohne Probleme: WeChat, Alipay und die chinesischen Karten-Apps wie Baidu Maps oder Amap funktionieren, wenn du sie vorher installiert und eingerichtet hast. Für die Alltagsnavigation ist das oft sogar besser als Google Maps. Zahlungen laufen in China weitgehend mobil, und Alipay und WeChat Pay lassen sich mit einer ausländischen Kreditkarte verknüpfen. Wie das im Detail geht, wechselt mit den App-Versionen, schau am besten kurz vor der Reise nach.
Der eigentliche Stolperstein ist daher nicht der Alltag, sondern die Verbindung nach Hause: Familien-Chat über WhatsApp, Fotos in der Google-Cloud, die Firmenmail bei Gmail, der Check-in über eine App, die Google-Dienste lädt. Die Gedanken, die du dir machst, sollten sich auf genau diese Punkte richten, nicht auf „Brauche ich ein VPN?“ im Allgemeinen. Mach eine Liste der zehn Apps, die du unterwegs wirklich brauchst, und prüfe für jede: Läuft sie in China ohne Zusatz? Wenn nicht, was ist die Alternative?