Bevor du über VPN nachdenkst, entscheide, wie du in Vietnam überhaupt online gehst. Es gibt drei Wege, und sie haben jeweils eigene Vor- und Nachteile.
Nur WLAN. Kostenlos und überall, aber offen und ohne Verbindung unterwegs. Wer auf Google Maps, Grab oder Übersetzer angewiesen ist, steht an der Straße ohne Netz. Für kurze Städtereisen mit Offline-Karten geht das, für Rundreisen nicht.
Roaming mit der deutschen SIM. Bequem, aber je nach Tarif teuer. Prüfe vor der Abreise Kosten und Datenvolumen. Ein Vorteil: Du bleibst unter deiner deutschen Nummer erreichbar, etwa für TAN-Nachrichten.
Lokale SIM oder eSIM. Meist günstig und mit gutem Datenvolumen. Vorteil: Du bekommst eine lokale Nummer, die manche Apps im Land verlangen. Nachteil: Deine deutsche Nummer ist dann nur erreichbar, wenn die zweite SIM-Karte aktiv bleibt. Eine eSIM lässt sich vor dem Abflug installieren, was Zeit am Flughafen spart.
Das VPN kommt oben drauf, nicht anstelle. Es schützt die Verbindung, die du hast, es ersetzt sie nicht. Wer die Wahl hat, nutzt für Banking und Logins lieber mobile Daten als ein offenes Café-WLAN und schaltet den Tunnel zusätzlich zu.
Noch ein Hinweis zur Geschwindigkeit: In den großen Städten sind mobile Daten schnell und das Netz dicht. In Bergregionen, auf manchen Inseln und in Nationalparks ist der Empfang dagegen dünn. Lade für solche Strecken Karten und Reiseinfos vorher herunter und plane Pausen für Updates ein, solange du WLAN hast.