Duftreis (gạo thơm) ist die Wahl für den Alltag. Er hat lange, schlanke Körner, einen blumigen Duft beim Garen und bleibt nach dem Kochen locker. Er passt zu Schmorgerichten, gegrilltem Fleisch, Gemüse und Suppen. Im deutschen Regal heißt er meist Jasminreis. Das Etikett verrät: Steht dort „Thai Jasmin“, ist es kein vietnamesischer Reis.
Klebreis (gạo nếp) hat kurze, runde, weiße und undurchsichtige Körner. Beim Garen werden sie dicht, weich und kleben zusammen. Das ist gewollt: Die Körner halten zusammen, lassen sich formen und in Blätter wickeln. Klebreis wird traditionell gedämpft, nicht gekocht wie Duftreis. Das Xôi-Rezept zeigt den Ablauf. Achtung: Mit Risotto- oder Milchreis hat er nichts zu tun, auch wenn manche Packungen „Klebreis“ allgemein so nennen.
Bruchreis (gạo tấm) besteht aus Körnern, die beim Schälen und Polieren gebrochen sind. Sie werden nach Größe sortiert. Das ist keine eigene Sorte, sondern eine Verarbeitungsstufe. Bruchreis gart schneller als ganzer Reis und nimmt Soßen gut auf. Er ist die Basis von Cơm tấm. Wichtig: Bruchreis aus Basmati ist die falsche Wahl für Cơm tấm. Du brauchst Bruch von Langkorn-Duftreis oder, im Notfall, selbst gebrochenen Duftreis. Das Rezept steht im Artikel zu Cơm tấm.
ST25 ist eine Duftreissorte aus Sóc Trăng im Mekong-Delta, gezüchtet von Hồ Quang Cua. 2019 gewann sie bei der World Rice Conference in Manila den Titel „World's Best Rice“. Das macht sie bekannt, aber auch verführerisch für Händler: Der Name wird gern auf Packungen gesetzt. Prüf Herkunft und Anbieter, bevor du viel Geld ausgibst.